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Baltic Fashion Award 2009



Der professionellen Modewelt ganz nah


Beim 8. Baltic Fashion Award in Heringsdorf konnten 22 Studierende der Universität Flensburg hinter die Kulissen eines hochrangigen Modewettbewerbs blicken und gemeinsam mit Nachwuchsdesignern an einer feierlichen Show teilnehmen.


Es begannt alles mit einem Anruf. Die Textildozentin Dr. Anna Sophie Müller erkundigte sich bei der Acksteiner Agentur in Berlin nach Karten, um mit 22 Studierenden der Fachrichtung „Vermittlungswissenschaft Bachelor of Arts“ und einem Schwerpunkt im Fach „Textil und Mode“ der Universität Flensburg die große Gala des 8. „Baltic Fashion Awards“ zu besuchen. Dieser internationale Modewettbewerb wurde 2002 ins Leben gerufen, um Nachwuchsdesigner der Ostsee- Anreiner- Staaten zu fördern und zu prämieren. Aus diesem Anruf entwickelte sich ein herausragendes Projekt: Die Studierenden sollten kleine Filme herstellen, die bei der großen Gala als Einspieler fungieren.

 

Dieses Projektangebot konnte unmöglich ausgeschlagen werden. Der geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Norbert Schütz schloss sich ohne Zögern dem Projekt an und gemeinsam mit den Studierenden ging es vom 19.10. bis 26.10.2009 auf die Halbinsel Usedom, in das Kaiserbad „Heringsdorf“.

 

Insgesamt 12 Modeschöpfer/innen konnten sich gegen 130 Bewerber durchsetzen und sich für die Kategorien „Beste Damen Kollektion Prêt- À- Porter“, „Beste Herrenkollektion“ und dem neuen Preis „Bestes innovatives & visionäres Konzept“ nominieren. Jeder dieser Preise ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Entscheidung über die besten Kollektionen fällt eine hochrangige Jury, die sich aus zahlreichen Modeprofis zusammensetzt, unter anderem dem Chefdesigner von Vivienne Westwood, Alexander Krenn.

 

Mit Respekt vor dieser Professionalität begannen die Studierenden die Arbeit bereits am Anreisetag der Designer. Zwei Studierende bildeten jeweils ein Filmteam und begleiteten einen der teilnehmenden Designer. Die folgenden Tage und Nächte waren arbeitsreich und lang. „Die Ansprüche sind hoch und die Tage viel zu kurz, aber ich sehe jeden Tag so viele tolle Dinge“, sagte die 24-jährige Annika Hillers, griff nach der Kamera und folgte ihrem Designer, der sich gerade seiner Kollektion widmete.

 

Die Studierenden kamen mit ihrer Kamera ganz nah an die Arbeit der Profis heran. Sie sammelten innerhalb der ersten drei Tage viel Filmmaterial, welches die Designer in vielen Vorbereitungen auf den großen Wettbewerb zeigten, z. B. bei der offiziellen Kollektionsübergabe, bei der Ankunft im Patenhotel, beim „Fitting“, dem Zuordnen der einzelnen Outfits für die Models, beim öffentlichen Designer-talk, bei Interviews und dem Foto-shooting am Strand oder beim letzten Feinschliff an der Kollektion.

 

Mittels eines Videoschnittprogramms bearbeitete jedes Filmteam am vierten und fünften Tag zahlreiche Szenen für den speziellen Clip. Entsprechend des Studiengangs der Studierenden ging es um eine interessant und lehrreich gestaltete Vermittlung von Informationen über die Designer als Person, deren vielfältige Vorbereitungsaufgaben während der Teilnehme am Wettbewerb und die lebhafte Backstage Atmosphäre. Auf diese Weise sollte das Publikum der Gala nicht nur beeindruckende Kleidung auf dem Laufsteg präsentiert, sondern zusätzlich viele interessante Hintergrundinformationen geboten bekommen.

 

Der Arbeitseinsatz der Studierenden war enorm und das Engagement riesengroß. Nach der großen Generalprobe gab es den entscheidenden Moment, in dem die Veranstalter des Wettbewerbs darüber entschieden, ob die Filme die Erwartungen erfüllen. Und zur großen Erleichterung aller hatte sich die Arbeit gelohnt: Regisseur, Moderatorin und auch der Agenturchef haben die Videoclips für gut befunden! Den Studierenden fiel ein großer Stein vom Herzen, sie waren glücklich und zufrieden, die hohen Erwartungen der Profis überwiegend erfüllt zu haben.

 

Entspannt durften sie sich nun dem feierlichen Abend zuwenden und ihrem Designer die Daumen drücken. Die Atmosphäre der Gala, die Bühne, der Laufsteg, der Saal, das Licht, die Musik, die Models, die Kollektionen und nicht zuletzt die Filme waren beeindruckend und so langsam begannen die Studierenden zu verstehen, dass diese Woche eine ganz Besondere war. „Auch für das Fach Textil und Mode ist dieses Projekt ein großer Sprung, denn es macht vielfältige berufliche Möglichkeiten erlebbar“, so die erleichterte Dozentin. Denn trotz einiger technischer Schwierigkeiten entstanden 12 interessante Clips, welche die Show bereicherten. Die Jury ließ sich dadurch aber nicht bestechen und wählte an Hand von Schnitten, Technik, Silhouetten und Farbigkeit der Kollektion die drei Gewinner aus.

 

Mit der großen After-Show Party, bei der Studierende, Designer, Jury und Publikum zusammen den erfolgreichen Abend feierten, fand eine spannende, erlebnisreiche Woche einen schönen Ausklang.

 


Cora Isabel David

Christian Bruns

Britt Samoson

Durch Klicken auf eines der Bilder, wird das dazugehörige Video abgespielt.


 

 

 
 
   

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�  Universität Flensburg | Institutfür Ästhetisch-Kulturelle Bildung, 2005